Boeses Vinyl - gute Musik

2010/08/08 - SymAsym die erste Begegnung

Ein 5.1 Endverstärker mit SymAsym Monoendstufen realisiert

Die 2. Hörsession an diesem Wochenende kam über einen Kontakt im Analog Forum der AAA zustande. Dort schrieb Chemiker aus Mainz etwas über Probleme mit den Trafos an seinem SymAsym-Nachbau. Da ich gerne mal so einen Verstärker hören wollte und sowieso neugierig darauf bin was andere so bauen bot ich an man könne gerne mal bei mir Zuhause einen Hörtest durchführen.

Allerdings habe auch ich einen hohen DC-Anteil in der Netzspannung. Ich habe mehrmals gemessen und immer irgendwas zwischen 2,5VDC bis knapp unter 3,0VDC messen können. Im Normalfall sollte dieser Wert deutlich unter 1,0VDC liegen. Ich werde wohl auch mal einen DC-Netzfilter basteln müssen?

Die Leitungen hier in meiner Wohnung sind sowieso nicht so toll. Zwar wurde zwischenzeitlich mal ein neuer Sicherungskasten inkl. FI-Schutzschalter eingebaut. Dafür hat man die Leitungen im Originalzustand des Jahres 1968 belassen d.h. es gibt keinen extra Schutzleiter.

Der SymAsym nimmt Platz neben NAD 304, Denon DCD-1500AE und Rotel RA04

Nachdem ich meinen Besucher in Mainz abgeholt hatte ging es direkt daran den SymAsym zu bewundern. Ein echt großes sowie verdammt schweres Teil und soviel kann ich schreiben das der Endverstärker einen richtig guten Eindruck macht. Es hat großen Spaß bereitet einen wilden Mix aus Klassik, Pop, Metal und Elektronik zu hören.

Ein Blick auf das imposante Innenleben des SymAsym-6-Pack. Ja, das sind 3 komplette Stereostufen in einem Gehäuse.

Bevor es losgehen konnte musste erst einmal dafür gesorgt werden das der britische NAD 304 Vollverstärker seine Vorstufe am SymAsym andocken konnte und auch die LS-Kabel mussten mit Adaptern versehen werden.

DIY war auch angesagt, denn wir brauchten einen Kabelsatz um die Cinch-Ausgänge des NAD 304 mit den XLR-Eingängen des SymAsym zu verbinden.

Das folgende Bild ist nichts für Ordnungsfanatiker, aber wer selbst HiFi Komponenten baut der weiss das es so aussehen muss wenn erstmals getestet wird.

Eine leicht fliegende Verdrahtung da die Bananas natürlich keinen direkten Anschluß zu den Speakon-Buchsen finden können.

Leider trat natürlich auch bei mir das Problem mit fiependen Ringkernen nach rund 1/2 Stunde Hörsession auf. Da ich noch einen kleinen 120VA Ringkern hier rumfliegen habe wurde getestet ob der evtl. auch laut wird. Nachdem wir einen Verbraucher gefunden hatten wurde mit 18VAC geheizt.

Um zu testen, ob mein billiger Ringkern auch anfängt zu fiepen haben wir - extra noch schnell gekaufte - 60W Glühlampen an die beiden 18V Abgriffe angeschloßen.

Der kleine Ringkern blieb aber ruhig während die Glühlampen warm wurden. Dieser Test blieb also ohne verwertbares Ergebnis? Egal, es war ein interessanter und schöner Nachmittag, auch wenn ich etwas arg müde war bzw. müde wurde.

Spätestens wenn ich meine eigenen SymAsym irgendwann mal fertig habe sollte es ein zweites Treffen geben. Dann gibt es ein shout out zwischen altem und neuem Layout der Platinen.

2011/03/13 Nachtrag zu obigem Beitrag:

Als Chemiker zu Besuch war hatte ich noch keinen funktionierenden Plattenspieler am Start die Musik kam also ausschliesslich von (SA)CD und die gesamte Kette wies mich als 100%-igen Sandhörer der digitalen Art aus. Ich bin gerade dabei dies nachhaltig zu korrigieren.

Artikel angelegt: 2011/03/13 11:17:00
Artikel geändert: 2011/03/13 14:03:20